Wo der Marathon-Pater lebt - Kommunionkinder entdecken im Winter das Kloster der Abtei Hamborn

Zahlreiche Kommunionkinder und ihre Katechetinnen machten sich voller Neugier auf den Weg nach Hamborn. Sie wollten sehen, wo der Marathon-Pater wohnt, lebt und betet. Für viele war es der erste Besuch im Prämonstratenser-Kloster der Abtei Hamborn, einem Ort, der selbst in Duisburg noch immer nicht allen bekannt ist.

Empfangen wurden die Kommunionkinder aus der Herz-Jesu-Gemeinde Duisburg-Neumühl von Pater Tobias persönlich. Als „Marathon-Pater“ kennen ihn viele Kinder aus Erzählungen, den Medien und dem Gemeindeleben. Umso größer war die Freude, nun endlich den Ort zu erkunden, an dem „ihr“ Pater wohnt und Kraft für seinen Alltag schöpft. Mehr als 50 Erstkommunionkinder hatte er eingeladen, um ihnen das klösterliche Leben nahe und erlebbar zu machen.

Ein Kloster zum Anfassen und Staunen

Schon zu Beginn der Führung wurde viel gelacht. Die Kinder erfuhren, woher die Redewendung „Klappe halten“ stammt und welche Bedeutung sie im Kloster hat. Früher erinnerten sich die Mönche mit diesem Satz daran, den Klappsitz im Chorgestühl leise herunterzulassen, damit kein Getöse das Gebet der anderen Patres störte. Eine kleine Geschichte, die den Kindern auf anschauliche Weise Rücksicht, Achtsamkeit und Stille vermittelte.

Bei der kindgerechten Führung durch die Abteikirche erklärte Pater Tobias auch den wunderschönen, von Gernot Rumpf gestalteten Brunnen im Kreuzgang der Abtei. Mit großer Begeisterung entdeckten die Kinder dort die Kirchenmaus, den Osterhasen mit Osterei, die Jakobsmuschel und die Heuschrecke. Staunen, Lachen und neugierige Blicke begleiteten jeden Schritt.

Viele Fragen, offene Türen und gelebter Glaube

Einen besonderen Eindruck hinterließ der Einblick in das klösterliche Leben. Die Kinder durften die Privaträume der Patres sehen und lernten dabei, wie der Alltag im Kloster aussieht. Sehr beeindruckt waren sie von der Schatzkammer sowie vom Klostergarten mit dem schönen Teich, der in der winterlichen Ruhe lag. Pater Tobias erklärte den Kindern, dass die Schildkröten zurzeit Winterschlaf halten und gut geschützt auf den Frühling warten.

Im Refektorium, dem Esszimmer der Patres, und im alten Kaminzimmer wurde es besonders gemütlich. Einige Kinder ließen sich in die bequemen Sessel fallen und wollten gar nicht mehr aufstehen. Dabei stellten sie viele Fragen, zum Beispiel: „Musst du als Pater wirklich jeden Tag beten?“ oder „Hast du all diese vielen Bücher in der Bibliothek schon gelesen?“ Pater Tobias nahm sich geduldig Zeit für jede Antwort.

Zum Abschluss ging es in die Rekreation, das Wohnzimmer des Klosters, wo die liebevoll gestaltete Krippe der Patres bestaunt wurde. Bei Snacks und Getränken konnte der Marathon-Pater noch zahlreiche weitere Fragen der Kinder beantworten und mit ihnen ins Gespräch kommen.

Begleitet wurde die Gruppe von fünf engagierten Katechetinnen. Alle, Kinder wie Erwachsene, fuhren begeistert, bereichert und mit vielen neuen Eindrücken nach Hause. Für die Kinder war dieser Tag mehr als ein Ausflug. Es war eine lebendige Begegnung mit Glauben, Gemeinschaft und einem Ort, an dem Kirche spürbar und nahbar wird.

Foto: Gemeinde Herz-Jesu

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