400 Marathons – ein Leben für andere Duisburger „Marathon-Pater“ setzt Zeichen für Menschlichkeit

Laufen, das bewegt – im wahrsten Sinne des Wortes.Seit 2006 ist Pater Tobias weltweit unterwegs, nicht für Rekorde, sondern für Menschen in Not. Sein Leitsatz: „Jeder Kilometer hilft helfen.“ Mit dieser Idee verbindet der Prämonstratenser der Abtei Hamborn seinen Glauben mit sportlicher Ausdauer. In rund 20 Jahren hat er so über 2,2 Millionen Euro an Spenden für Kinderprojekte in Deutschland und weltweit erlaufen.Seine Laufkarriere ist geprägt von außergewöhnlichen Herausforderungen: Pater Tobias lief auf allen sieben Kontinenten, durchquerte die extreme Hitze der Wüste beim 172-Kilometer-Ultramarathon im Oman und stellte sich eisigen Temperaturen beim Marathon in der Antarktis mit bis zu minus 28 Grad.Auch sportlich gehört er zu einem exklusiven Kreis: Als Teilnehmer der sechs weltweit bedeutendsten Marathons in Berlin, London, New York, Boston, Chicago und Tokio wurde er 2023 mit dem Titel „Six-Star-Finisher“ ausgezeichnet.Mit seinem 300. Marathon wurde er zudem im letzten Jahr in die internationale Weltrangliste „World Megamarathon Ranking 300+“ aufgenommen, die in Japan geführt wird und nur Läufer mit über 300 erfolgreichen Marathons listet.Jeder Kilometer trägt eine Geschichte und schenkt Zukunft.Doch im Mittelpunkt steht für Pater Tobias nie die sportliche Leistung allein. Jeder Lauf ist ein Spendenlauf - für Kinder, die Unterstützung brauchen. Projekte wie Schulfrühstücke, Vitalkinderlernküche, Schwimmkurse, Reittherapie oder Hilfsangebote für Familien im Duisburger Norden werden so konkret ermöglicht.Auch beim Jubiläumslauf in Köln blieb dieser Gedanke präsent: 245 Euro Spenden für Kinder in Togo kamen zusammen. Ein Zeichen dafür, dass selbst ein einzelner Lauf Wirkung entfalten kann.Ein besonderer Dank gilt dem Veranstalter des Kölschen-Variété-Marathons, dem Kölner Triathleten Manfred Steckel, der diesen besonderen Lauf möglich gemacht hat.Für Pater Tobias ist klar: Mit dem 400. Lauf ist noch lange nicht Schluss. Neue Ziele warten und vor allem neue Chancen, durch jeden gelaufenen Kilometer Hoffnung weiterzugeben.Und vielleicht ist genau das sein größter Erfolg: nicht die Zahl 400, sondern die Hoffnung, die dahinter steht.