Projektbeschreibung

Das Kinderhilfsprojekt KiPa-cash-4-kids ist als Unterprojekt im Projekt LebensWert konzipiert. Es unterstützt und fördert benachteiligte Kinder in Duisburg und darüber hinaus. 

Hintergrund ist, dass derzeit jedes Dritte Kind in Duisburg langfristig von Kinderarmut bedroht ist.

Zielgruppe sind zum einen bedürftige Familien, die im Sozialhilfebezug leben. Diese werden gut über den täglichen Kontakt durch die beiden Mitarbeiterinnen der sozialen Beratung erreicht.

Der andere Teil der Zielgruppe besteht aus kinderreichen Familien, die oft einer besonderen finanziellen Belastung ausgesetzt sind und die, als Haushalt mit nur einem Vollzeitverdiener, nur knapp über der Bemessungsgrundlage für Hartz IV liegen.

Durch die Lage des Projekts LebensWert im Stadtteil besteht enger Kontakt zu polnischen, russischen, bulgarischen, rumänischen, afrikanischen, türkischen, syrischen, irakischen und libanesischen Familien.

Alle Angebote sind interkulturell und unabhängig von Herkunft oder Religion. KiPa-cash-4-kids richtet sich derzeit an Jungen und Mädchen von 0-18 Jahren.

Einerseits werden über Patenschaften einzelne Kinder gezielt im sportlichen, musischen oder künstlerischen Bereich gefördert. In medizinischen Notfällen gibt es auch eine finanzielle Unterstützung von therapeutischen Maßnahmen oder operativen Eingriffen, wenn die Krankenkassen die Kosten dafür nicht übernehmen. 

Benachteiligte Kinder erhalten zudem die Möglichkeit, an Ferienfreizeiten und Schwimmkursen teilzunehmen.

Das Spektrum der Förderung beginnt mit dem Bildungs- und Teilhabepaket für Kinder der Bundesregierung. Allerdings geht die Förderung durch KiPa-cash-4-kids einen Schritt weiter. Das staatliche Bildungspaket beinhaltet 10,- Euro Mitgliedsbeitrag für einen Sportverein oder eine Musikschule, d.h., die Vereinsbeiträge werden übernommen. Damit ist den meisten Kindern jedoch nicht geholfen, da bei vielen Freizeitaktivitäten ‚Nebenkosten‘ anfallen. Um aktiv in einem Sportverein mitmachen zu können, wird entsprechende Sportbekleidung benötigt. Für den Fußballplatz ist es unabdingbar geeignete Schuhe zu tragen, beim Klettern muss eine Sicherungsausrüstung angeschafft werden. Gleiches gilt für die Musikschule, da Musikunterricht ohne eigenes Instrument zwar möglich, aber nicht sinnvoll ist und andererseits wieder zur sozialen Ausgrenzung führt, wenn es Kinder ohne eigenes Instrument gibt. Ebenfalls fallen bei sportlichen Aktivitäten im Verein gegebenenfalls Startgelder oder Reisekosten zu Auswärtsspielen bei Musikschulen zu Auftritten etc. an.   

Ende 2017 ist die neue Kinderlernküche gestartet. Sie wird von einem Koch und einer sozialpädagogischen Fachkraft geleitet. Kindern und Jugendlichen wird in altersgemäßen Gruppen von 6-18 Jahren die Möglichkeit geboten, in Koch- und Backkursen mit Spaß Kenntnisse über gesundes Essen, Hygiene, Gemeinschaft, Tischkultur und Verantwortung für den eigenen Körper zu erlernen (Ernährungsführerschein des Bundeszentrums für Ernährung). Gleichzeitig erleben sie Teilhabe und entdecken neue Fähigkeiten.

Dabei gibt es auch Kooperationen mit Kindertageseinrichtungen und Schulen im Stadtteil. Hier unterstützt KiPa die frühkindliche Förderung, Anschaffung von Lehrmitteln und technischer Ausstattung, sowie Spielgeräte. Ältere Schüler lernen das Projekt LebensWert als regionale Hilfsorganisation kennen und unterstützen es ihrerseits durch Aktionen (Spendenlauf und Sammelaktionen).

Gruppenförderung gibt es auch durch die Unterstützung von Kinder- und Jugendmannschaften im Sportbereich. Kinder erhalten Schwimmkursförderung.   

Weiterhin werden über das Jahr verteilt immer wieder Veranstaltungen wie Malwettbewerbe, Day of Song, Kinderfest, Martins-Singen, Ausflüge und Weihnachtsgeschenk-Aktion für und mit den Kindern organisiert.   

Pater Tobias leistet durch seine Marathon-Sponsorenläufe selber einen engagierten Beitrag für KiPa-cash-4-kids. Dabei wird er mal durch eine Gruppe Läufer aus Syrien und Afrika mal durch Mitarbeiter oder Ehrenamtliche des Projektes LebensWert begleitet und unterstützt.

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Information über den Projektträger

Träger des Projektes Kinderpatenschaften "KiPa-cash-4-kids" ist das Projekt LebensWert gemeinnützige GmbH. Letzteres wurde 2007 von Pater Tobias mit der Sozialberatung "Rat und Tat für Bedürftige" gegründet und hat sich als feste Beratungsinstanz in Duisburg etabliert. 

2012 wurde das Kinderhilfsprojekt  "KiPa-cash-4-kids" als Unterprojekt initiiert, denn das Armutsrisiko von Kindern in Duisburg ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. 

Es ist sowohl operativ als auch fördernd tätig. 

Seit 2017 betreibt KiPa-cash-4-kids eine Kinderlernküche in der Kinder unabhängig ihrer Herkunft zusammen gesundes Kochen und Backen lernen können.

Projekthintergrund

KiPa-cash-4-kids wurde initiiert, weil das Armutsrisiko von Kindern in den letzten Jahren ständig steigt. Besonders gefährdet sind Kinder von Alleinerziehenden, ausländischen oder kinderreichen Familien, sowie Kinder, in deren Familien SGB-II-Leistungen bezogen werden oder kein Haushaltsmitglied einer Vollzeiterwerbstätigkeit nachgeht.

In Duisburg lebt derzeit jedes dritte Kind von Sozialgeld.

Kinderarmut in Industrieländern bedeutet nicht, dass Kinder auf der Straße leben und betteln müssen. Offiziell gilt als arm, wer seinen Lebensunterhalt mit weniger als der Hälfte des deutschen Durchschnittseinkommens bestreiten muss. In der Praxis bedeutet arm sein aber vor allem Vernachlässigung.

KiPa-cash-4-kids geht es um die Bekämpfung der materiellen Armut und deren Folgen, wie kulturelle Armut, ein erschwerter Zugang zu Bildung, soziale Ausgrenzung und Isolierung.

Es geht darum, Kindern die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.

Grundsätzlich sollen sozial benachteiligte Kinder gefördert werden, in Kombination mit weiterführenden Hilfsangeboten an die Eltern. 

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Was ist unsere Zielgruppe?

Die Zielgruppe von KiPa sind, zunächst allgemein gesagt, Duisburger Kinder und indirekt deren Familien.

Die beiden SozialarbeiterInnen haben täglich direkten Kontakt mit vielen bedürftigen Hartz-IV Familien.

Pater Tobias unterrichtet selber 7 Stunden in der Woche an drei Grundschulen der 3. Klasse und hat somit direkten Kontakt mit den Kindern ggf. auch mit den Eltern.

Diese Gruppe stellt einen Teil der Zielgruppe dar, der relativ leicht erreicht werden kann und dem die Angebote von KiPa-cash-4-kidsniedrigschwellig präsentiert werden können.

Der andere Teil der Zielgruppe besteht aus kinderreichen Familien, die oft einer besonderen finanziellen Belastung ausgesetzt sind und die als Haushalt mit nur einem Vollzeitverdiener nur knapp über der Bemessungsgrenze für Hartz-IV liegen.

Durch die Lage des Büros besteht weiterhin enger Kontakt zu türkischen, afrikanischen Familien und russischen sowie polnischen Familien im Stadtteil. Familien mit Migrationshintergrund werden somit aktiv in die Angebote mit einbezogen.

Bei der Altersstruktur überwiegt die Konzentration auf Kinder, so dass bevorzugt Jungen und Mädchen bis zu einem Alter von circa 10-11 Jahren unterstützt werden. In angebrachten Ausnahmefällen wird aber auch darüber hinaus Hilfe angeboten. 


Ziel des Projekts

Ziel von KiPa-cash-4-kids ist die soziale Integration von benachteiligten Kindern. Soziale Kontakte fördern nicht nur die Integration, sondern vermitteln des Weiteren gesellschaftliche und christliche Grundwerte. Kinder aus benachteiligten Familien fällt es zudem oftmals schwerer, sich innerhalb von Gruppen angemessen zu verhaltenund Sport ist ein guter Katalysator für Probleme. Die Kinder lernen sich angemessen zu verhalten und ihre Probleme nicht durch Aggressionen zu lösen.

Ebenfalls werden talentierte Kinder in sozial benachteiligten Familien seltener entdeckt und ihre Begabung bleibt oft unerkannt.


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